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Berlin & Brandenburg Neue S-Bahn S21 verzögert sich um ein weiteres Jahr

Alexander Kaczmarek. Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Die neue S-Bahn-Linie 21 zwischen dem Hauptbahnhof und dem Berliner Norden wird sich um ein weiteres Jahr verzögern. Grund seien hohe Nachforderungen der Baufirmen gewesen, über die habe verhandelt werden müssen, teilte die Deutsche Bahn am Dienstag mit. "Es ging um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag", hieß es vom Konzernbevollmächtigten für Berlin, Alexander Kaczmarek. "Über Berechtigung und Höhe dieser Nachforderungen wurde zäh gerungen. Nun sind die Verhandlungen abgeschlossen." Die Forderungen hätten auf die Hälfte reduziert werden können. "Die schlechte Nachricht: Dadurch haben wir Zeit verloren, da während der Verhandlungen wenig gebaut wurde."

Die Inbetriebnahme der Strecke sei deshalb auf den übernächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2022 verschoben. Erst Mitte Januar hatte die Bahn den Start von diesem Sommer auf den Dezember 2021 verschoben - coronabedingt, wie es hieß.

Die Verbindung ist der erste Abschnitt der sogenannten City-S-Bahn, die eines Tages bis zum Südkreuz fahren soll. Ursprünglich sollten auf dem ersten Bauabschnitt zwischen den Bahnhöfen Wedding beziehungsweise Westhafen und dem Hauptbahnhof schon 2017 Züge fahren. Umplanungen und geänderte Bauverfahren führten aber immer wieder zu Verzögerungen.

Auch die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder erhöht. Die Bahn spricht von einer Investitionssumme von gut einer halben Milliarde Euro. Die Summe sei nach wie vor aktuell, hieß es am Dienstagabend.

Die seit langem geplante Linie 21 soll eine neue Nord-Süd-Achse für die S-Bahn werden, die in bis zu 20 Metern Tiefe unter dem Parlaments- und Regierungsviertel hindurchgeht und über den Hauptbahnhof führt. Dieser wird dann aus allen vier Himmelsrichtungen mit der S-Bahn erreichbar sein - bisher gibt es nur eine Ost-West-Anbindung.

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