Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Neue Schätzung geht von geringeren Steuerausfällen aus

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz. Foto: Christophe Gateau/dpa/archivbild

(Foto: Christophe Gateau/dpa/archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Der Berliner Senat geht auf Basis der jüngsten Steuerschätzung für das laufende Jahr von geringeren Steuerausfällen aus als noch im November. "Nach den regionalisierten Ergebnissen der jüngsten Steuerschätzung werden für Berlin Einnahmen im laufenden Jahr von rund 23,7 Milliarden Euro erwartet", teilte die Senatsverwaltung für Finanzen am Mittwoch mit. Das sind 478 Millionen Euro mehr als noch im vergangenen November geschätzt wurde.

"Dennoch belasten die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung weiterhin das Steueraufkommen", hieß es weiter. Das zeigt sich vor allem im Vergleich zur letzten Schätzung vor der Corona-Krise im Oktober 2019. Damals hatte die Senatsverwaltung für 2021 noch mit Steuereinnahmen in Höhe von 25,2 Millionen Euro gerechnet.

Für die kommenden Jahre rechnet der Senat mit einer schrittweisen Erholung. Demnach soll das Steueraufkommen im Jahr 2022 bei 24,5 Milliarden Euro liegen und im Jahr 2023 bei 25,4 Milliarden Euro. Das wären zusammen 49,9 Milliarden Euro. Im Oktober 2019 lag die Schätzung für diese beiden Jahre allerdings noch bei zusammen 53 Milliarden Euro.

"Die wirtschaftlichen Indikatoren, darunter der boomende IT-Sektor, die schnell steigenden Fortschritte bei den Impfungen und das außenwirtschaftliche Umfeld deuten darauf hin, dass Deutschland aus der Krise herauswächst", teilte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) mit. "Dennoch wäre es fahrlässig, die unverändert bestehenden erheblichen Einnahmerisiken zu ignorieren. Dies gilt für die Pandemie, aber auch für mögliche negative wirtschaftliche Folgen der Pandemie, wie Insolvenzen."

© dpa-infocom, dpa:210512-99-575540/2

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.