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Berlin & Brandenburg Niedrigwasser: Kein Wasser aus Seen und Gewässern entnehmen

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Oranienburg (dpa/bb) - Bewohner des Landkreises Oberhavel dürfen kein Wasser mehr aus Seen und anderen Oberflächengewässern zur Bewässerung von privaten Gärten oder der sonstigen Nutzung entnehmen. Der Wasserstand sei zu gering, teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Geringe Niederschläge würden sofort von der Vegetation "aufgesogen", so dass sie nicht in die Gewässer gelangen, hieß es.

"Die Defizite des geringen Wasserstandes aus dem Jahr 2018 konnten durch die Niederschläge im Winter und Frühjahr nicht wieder aufgefüllt werden und es fehlt weiterhin an Niederschlägen", sagte Landrat Ludger Weskamp laut Mitteilung. Die Wasserstände seien "besorgniserregend". So liege der Grundwasserstand im Ortsteil Bredereiche der Stadt Fürstenberg/Havel 74 Zentimeter tiefer als der langjährige Mittelwert.

Auch in den Flussgebieten Spree und Schwarze Elster in Südbrandenburg bleibe die Lage weiter angespannt, hieß am Mittwoch nach einer Expertensitzung. Demnach liegen die Abflüsse weiter im Niedrigwasserbereich. Zudem gilt auch in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Cottbus, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster ein entsprechendes Wasserentnahme-Verbot.

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