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Berlin & Brandenburg Omikron-Welle hat zunehmende Personalausfälle zur Folge

Ein Schild mit der Aufschrift

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Die Omikron-Welle hat in der sogenannten kritischen Infrastruktur Berlins zunehmende Personalausfälle zur Folge. Im Durchschnitt liege die Ausfallquote bei den Beschäftigten um die 15 Prozent oder leicht darüber, sagte die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung.

Eine steigende Tendenz sei bei der Feuerwehr und bei der medizinischen Versorgung zu beobachten. Am stärksten betroffen seien indes das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und das Bezirksamt Neukölln. Hier stehe die Ampel des vierstufigen Monitoringsystems auf Rot - was eine kritische Beeinträchtigung bedeutet.

Zur kritischen Infrastruktur zählen etwa Polizei und Feuerwehr, der Gesundheitsbereich, Kliniken, Wasserwerke, Energieversorger, Verkehrsunternehmen, aber auch Stadtreinigung, Lebensmittelhandel oder Justiz. Wenn hier zu viel Personal wegen Corona ausfällt, egal ob durch Infektion, als Kontaktperson in Quarantäne oder wegen fehlender Kinderbetreuung, wachsen die Probleme, dort den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Mit Hilfe eines vor kurzem etablierten Monitoringsystems will der Senat die Entwicklung genau im Blick behalten. Wie Giffey erläuterte, steht Grün für keine Beeinträchtigung, Gelb für geringe Beeinträchtigung, Orange für erhebliche und Rot für kritische Beeinträchtigung.

20 bis 30 Prozent Ausfall seien noch gut abzufedern, so Giffey. "Sollten wir auf über 30 Prozent Ausfall kommen, was im Moment nicht absehbar ist, dann brauchen wir andere Maßnahmen." Als Beispiele nannte sie die Einschränkung von Angeboten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten auf Personalausfälle bei den Busfahrern bereits mit Reduzierungen auf bestimmten Linien reagiert. Die Versorgung und Anbindung aller Stationen im Netz sei aber gewährleistet, sagte Giffey.

Quelle: dpa

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