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Berlin & Brandenburg Pazderski kritisiert Teil-Lockdown als unverhältnismäßig

Georg Pazderski (AfD) spricht bei einer Veranstaltung. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Berlins AfD-Fraktionschef Georg Pazderski hat den Teil-Lockdown ab Montag wegen der Corona-Krise als unverhältnismäßig kritisiert. "Hier wird mit dem Holzhammer rücksichts- und sinnlos eine Stadt k.o. geschlagen", erklärte er am Freitag. Dieses Vorgehen des Senats sei niemandem mehr zu vermitteln und löse das Problem steigender Infektionszahlen nicht. Statt auf Zuversicht und Lösungsstrategien setze Rot-Rot-Grün auf "repressiven Aktionismus" und absurde Vorschriften.

Konkret kritisierte Pazderski unter anderem die beschlossenen scharfen Kontaktbeschränkungen für Privathaushalte, die Maskenpflicht im Freien in Einkaufsstraßen oder Wochenmärkten und die aus seiner Sicht zu strikten Obergrenzen für Veranstaltungen drinnen und draußen. "Der erneute Lockdown wäre der letzte Sargnagel für die Berliner Wirtschaft", ergänzte Pazderski.

"Ferner ist nicht nachvollziehbar, warum beispielsweise kulturelle oder gastronomische Einrichtungen, deren Konzepte höchsten Hygieneanforderungen entsprechen, geschlossen werden, aber Bus und Bahn täglich überfüllt durch die Gegend fahren."

Der Senat hatte am Donnerstag beschlossen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie das öffentliche Leben in Berlin ab 2. November für vier Wochen vielerorts herunterzufahren. Auf den Teil-Lockdown hatten sich zuvor Bund und Länder verständigt.

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