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Berlin & Brandenburg Pflegerin soll junge Behinderte mit Brei erstickt haben

Eine Darstellung der Göttin Justitia.

(Foto: Carsten Koall/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Gegen eine Pflegerin ist Anklage erhoben worden, weil sie eine 27-jährige behinderte Frau in Berlin durch Füttern mit Brei erstickt haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der 45-jährigen Pflegerin Körperverletzung mit Todesfolge vor, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde.

Zwischen dem 4. und 6. August soll die Pflegerin die 27-Jährige in Prenzlauer Berg so schnell mit viel Brei gefüttert haben, dass diese nicht mehr normal schlucken konnte. Die junge Frau soll über mehrere Atemzüge hinweg einen großen Teil des Breis in die Luftröhre eingeatmet haben, so die Staatsanwaltschaft. Die Pflegerin soll die zunehmende Atemnot der jungen Frau erkannt haben, aber diese trotzdem weiter gefüttert haben. Als die junge Frau bewusstlos wurde, soll die Pflegerin keinerlei Hilfe geleistet haben.

Die Tote war von ihren Eltern in der Wohnung der Pflegerin in Prenzlauer Berg gefunden worden. Sie war dort für eine Woche untergebracht. Als sie nicht zurückkam, suchten die Eltern nach ihr und fanden die Leiche. Die Pflegerin wurde kurz darauf von der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern festgenommen.

Quelle: dpa

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