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Berlin & Brandenburg Polizei appelliert nach illegalen Partys an Vernunft

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration)

Berlin (dpa/bb) - Auch nach langwierigen Einsätzen wegen illegaler Partys in Berliner Parks will die Polizei weiter an die Vernunft der Menschen appellieren. "Es kann nicht sein, dass die Polizei die Vernunft von anderen Menschen ersetzt", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Freitag bei Radio Eins vom RBB. Man wolle immer zunächst mit den Menschen sprechen und an das Verantwortungsbewusstsein appellieren - "auch wenn es leider nicht immer fruchtet". Bei Partys könnten Einsatzkräfte nicht "rohe Gewalt" walten lassen. Cablitz sagte, zuletzt seien Musikanlagen sichergestellt worden, was den Veranstaltern "ein wenig mehr weh tut" und sie eventuell abschrecke.

Mit Blick auf das Wochenende sprach Cablitz von einer "kleinen Herausforderung" für die Polizei: Zusätzliche Kräfte würden für die möglichen Partys abgestellt, hinzu kämen mehrere Demonstrationen. Sollte es Verstöße gegen Corona-Regeln bei Demos geben, stehe die Polizei "nicht tatenlos daneben", sondern gehe abgestuft vor, erläuterte der Sprecher. Man könne etwa auf den Versammlungsleiter zugehen und diesen nochmals auf die Auflagen hinweisen. Dieser müsse dann die Teilnehmer zur Einhaltung der Regeln aufrufen. Bei vielen anderen Demos sei dies vorbildlich gemacht worden, sagte Cablitz. Für die Auflösung von Versammlungen gebe es sehr hohe Hürden.

Die Polizei hatte angekündigt, am Wochenende mit Hunderten Beamten im Einsatz zu sein. Abstandsregeln müssten wegen der Pandemie eingehalten werden, die Demonstranten müssten einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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