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Berlin & Brandenburg Polizeiwache am "Kotti": Protest gegen Dinner mit Senatorin

Das Kottbusser Tor in der Abenddämmerung.

(Foto: Christoph Soeder/dpa/Bildarchiv)

Berlin (dpa/bb) - Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) muss sich weiter mit Protesten gegen die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor in Kreuzberg auseinandersetzen. Unter dem Titel "Sprangers Show nicht ungestört lassen" will eine linksradikale Initiative am Dienstagabend ein "Politisches Dinner" der Berliner Wirtschaftsgespräche mit Spranger stören. Die Veranstaltung in einem Hotel zur Ausrichtung der Innenpolitik zeige, dass es bei den Planungen zur Polizeiwache nicht um Interessen und Bedürfnisse der Anwohner gehe, hieß in der Ankündigung. Indirekt wird zu Eierwürfen wie kürzlich auf die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) aufgerufen.

Spranger wollte sich am Montag ein Bild von der Lage am Kottbusser Tor machen. Vorher wollte sie die vor einigen Jahren gebaute Polizeiwache auf dem Alexanderplatz besuchen. Mehrfach hatte sie betont, dass die sogenannte Kottiwache trotz Widerstands aus der linken und linksradikalen Szene in Kreuzberg Anfang 2023 fertig sein soll. Anfang letzter Woche wurde daraufhin ihr Wahlkreisbüro im Stadtteil Biesdorf in Marzahn vermutlich von Linksextremisten beschädigt und beschmiert. Auf die Scheibe wurde in großen Buchstaben die Parole "Keine Kottiwache" geschrieben.

Das Kottbusser Tor gilt als Ort mit viel Kriminalität, Kneipen, Drogenhandel und einer teilweise polizeifeindlichen Szene. Geplant ist die neue Wache im 1. Stock eines Hochhauses über der darunter liegenden Straße.

Quelle: dpa

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