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Berlin & Brandenburg Potsdamer Schlösser-Beschäftigte demonstrieren für mehr Geld

Schloss Sanssouci während der Potsdamer Schlössernacht. Foto: Jens Kalaene

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Zur Potsdamer Schlössernacht sind am Samstag Mitarbeiter der Schlösser, darunter Kassierer und Besucherbetreuer für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi demonstrierten etwa 100 Beschäftigte der Fridericus Servicegesellschaft vor dem Brandenburger Tor in Potsdam. Die Öffentlichkeit und die Besucher der Schlössernacht sollten auf die prekäre Situation der Beschäftigten aufmerksam gemacht werden, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Fridericus Servicegesellschaft (FSG) ist eine 100 prozentige Tochter der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG). Alle Kassenkräfte, Schlossführer und auch das Reinigungspersonal sind bei der Servicegesellschaft beschäftigt. Seit ihrer Ausgliederung aus der Stiftung im Jahr 2006 werden die Beschäftigten nach Angaben von Verdi bei Fridericus nicht mehr nach dem Tarifvertrag der Länder bezahlt, sondern nur knapp oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns.

"Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann das, dass alle Angestellten wieder nach dem Tarif der Länder bezahlt werden", sagte Gewerkschaftssprecherin Andrea Germanus der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesellschaft übernimmt im Auftrag der Schlösserstiftung den Besucherservice in den Schlössern und Gärten von Brandenburg und Berlin und beschäftigt in der Saison etwa 650 Menschen.

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