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Berlin & Brandenburg Protest von Extinction Rebellion sorgt für "mittleres Chaos"

Polizisten tragen einen Aktivisten der Klimabewegung

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Der Große Stern ist geräumt, jetzt ist die Polizei an anderen Orten gefragt. Aktivisten von Extinction Rebellion haben andere Straßen in der Stadt blockiert. Mit dem Räumen wartet die Polizei allerdings nicht mehr so lange wie noch Anfang der Woche.

Berlin (dpa/bb) - Die Klimaproteste von Extinction Rebellion in Berlin haben am dritten Tag weitere Orte in der Stadt erreicht und zu Verkehrsbehinderungen geführt. Während der seit Montag besetzte Große Stern von der Polizei bis Mittwochmittag geräumt wurde, blockierten Aktivisten seit dem frühen Morgen die Marschallbrücke in der Nähe des Kanzleramts und später auch die Mühlendammbrücke. An letzterer begann die Polizei bereits am Mittag mit der Räumung. Geplant waren außerdem Aktionen am Kurfürstendamm.

Durch die Sperrung der Mühlendammbrücke in Mitte kam es laut Verkehrsinformationszentrale zu einem "mittleren Verkehrschaos" auf den umliegenden Straßen. Es gab Stau auf der Straße Unter den Linden Richtung Alexanderplatz und auf der Brückenstraße Richtung Kreuzberg mit jeweils mindestens 20 Minuten Wartezeit.

Auf der Marschallbrücke waren bereits in den frühen Morgenstunden etwa 300 Aktivisten im Einsatz. Aufgrund der Blockade an der Brücke hatte die Polizei die Zufahrten ab der Wilhelm - und Margarete-Steffin-Straße in beide Richtungen gesperrt. Auch der Schiffbauerdamm sei auf unbestimmte Zeit gesperrt worden. Zu Einschränkungen soll es auch auf den Buslinien 100, 147 und 245 kommen.

An der Marschallbrücke war die Stimmung entspannt. Zahlreiche Demonstranten hatten sich in Wärmefolien gehüllt, um sich gegen die kühlen Temperaturen in der Nacht zu schützen. Auf dem Boden lagen Transparente mit Aufschriften wie "Climate Justice" oder "Tell the truth". Auch wurde eine Art Floß aufgebaut, auf dessen Segel stand: "Wir sitzen alle im selben Boot - und die Crew spielt um unseren Tod." Auch an der Mühlendammbrücke blieben die Aktivisten friedlich und forderten mit Transparenten einen Systemwechsel.

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Am Nachmittag wollte Extinction Rebellion den Kurfürstendamm blockieren, um gegen den Konsum zu protestieren. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben.

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