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Berlin & Brandenburg Prozess um Berliner Haus "Liebig 34" geht erst 2020 weiter

Bewohner des Hausprojektes

(Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archiv)

Berlin (dpa/bb) - Der Gerichtsstreit um das Haus "Liebigstraße 34" in Berlin-Friedrichshain geht erst im kommenden Jahr weiter. Der für diesen Montag geplante Prozesstermin sei verlegt worden, sagte eine Gerichtssprecherin am Freitag. Der Verein der Bewohner hatte demnach um die Verlegung gebeten. Nun werde voraussichtlich im Januar weiter verhandelt. Ein genaues Datum stehe aber noch nicht fest.

Der Eigentümer des symbolträchtigen Hauses hatte eine Räumungsklage eingereicht. Sie richtet sich gegen die Bewohnerinnen, die sich als "anarcha-queer-feministisches Hausprojekt Liebig 34" bezeichnen. 2018 endete ihr auf zehn Jahre befristeter Gewerbemietvertrag, den der Bewohner-Verein mit dem Hausbesitzer abgeschlossen hatte. "Liebig 34" gilt als eines der letzten Symbole der linksradikalen Szene in der Stadt.

Beim Prozessauftakt Mitte November war es zu tumultartigen Szenen im Landgericht für Zivilsachen gekommen. Zwei junge Frauen hatten sich die Kleidung vom Oberkörper gerissen und waren durch den Gerichtssaal gestürmt. Unterstützerinnen riefen "Liebig bleibt". Stühle flogen durch die Gegend. Justizbeamte schleppten die Protestiererinnen weg. Die Zuschauer mussten den Saal verlassen.

Der krawallige Protest im Gericht gehörte zu einer Reihe von Aktionen rund um die Häuser in der Liebigstraße und der angrenzenden - noch bekannteren - Rigaer Straße: Demonstrationen, Angriffe auf die Polizei, Widerstand gegen Räumungen.

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