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Berlin & Brandenburg Prozess um Kindesmissbrauch: Angeklagter schweigt

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Berlin (dpa/bb) - Ein wegen Kindesmissbrauchs in Südostasien angeklagter 63-jähriger Mann schweigt dazu beim Prozessauftakt vor dem Berliner Landgericht. Der Verteidiger erklärte am Montag, sein Mandant werde sich nicht äußern. Dem Angeklagten werden vier sexuelle Übergriffe an unbekannten Orten in Thailand oder Kambodscha im März und April 2009 zur Last gelegt. Das kindliche Alter der Geschädigten sei dem Mann bekannt gewesen, so die Anklage.

Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf Kinderpornografie, die im Juni 2018 bei einer Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick gefunden worden ist. Polizisten haben 850 strafrechtlich relevante Bilddateien sichergestellt. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte wurde Anfang Dezember 2018 festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Das Verfahren um Kindesmissbrauch und Besitz von Kinderpornografie war vor einem Jahr nach einer Überprüfung des 63-Jährigen an einem Berliner Flughafen ins Rollen gekommen. Im Gepäck des Mannes, der von einer Auslandsreise kam, seien verdächtige Bilder entdeckt worden, hieß es am Rande des Prozesses. Bei der daraufhin veranlassten Durchsuchung seiner Wohnung hätten Ermittler Bilder mit Datumsangaben gefunden, die zur Anklage wegen Kindesmissbrauchs führten. Der Prozess wird am 12. Juni fortgesetzt.

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