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Berlin & Brandenburg Radarfallen und mobile Blitzgeräte gegen Raser

Eine Polizistin hält bei einer Verkehrskontrolle eine Winkerkelle in die Höhe. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa/Symbolbild

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Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Polizei hat am Dienstag mit ihren angekündigten verstärkten Kontrollen gegen Raser und illegale Autorennen begonnen. Dazu sollen bis Mitte Juni täglich zahlreiche Radarfallen und mobile Blitzgeräte an bestimmten Hauptstraßen aufgebaut werden. Außerdem sind viele zivile Polizeiautos zur Überwachung unterwegs.

Im Fokus der Polizei stehen die Autobahnen und die großen Durchgangsstraßen wie Kurfürstendamm, Hauptstraße, Schlossstraße, Adlergestell, An der Wuhlheide, Pankower Allee, Hasenheide und Sonnenallee. Diese Straßen seien als Raserstrecken bekannt.

In der letzten Zeit habe es immer mehr Rasereien und Rennen gegeben, so die Polizei. Fast täglich müssten solche Fahrer gestoppt werden. Zwar würden die klassischen Rennen mit zwei Autos weniger. Oft festgestellt würden aber einzelne Autofahrer, die durch die Gegend rasten.

Auch seit den Corona-Beschränkungen wurden auf den weniger vollen Straßen verstärkt Raser erwischt. Seit April stieg die Zahl von Ermittlungsverfahren wegen verbotener Autorennen deutlich an. Die Fahrer sind meist männlich und zwischen 20 und 30 Jahre alt. Allein in der Woche vom 20. bis 26. April gab es 32 neue Verfahren. Vom 13. April bis 24. Mai nahmen die Strafverfolger 109 neue Raser-Fälle auf.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten kürzlich erklärt, oft würden die Fahrer vor einer Polizeikontrolle fliehen, weil sie entweder keinen Führerschein hatten oder unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen standen. Die Strafen für Raserei wurden 2017 deutlich verschärft. Es drohen Führerscheinentzug, hohe Geldstrafen und sogar Verurteilungen zu Gefängnisstrafen.

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