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Berlin & Brandenburg Radler und E-Scooter auf Gehwegen: Neukölln will reagieren

Ein E-Scooter steht mitten auf einem Gehweg in Neukölln. Foto: Paul Zinken/dpa

(Foto: Paul Zinken/dpa)

E-Scooter blockieren den Gehweg, auch Radler nutzten verbotenerweise den Platz, der eigentlich für Fußgänger da ist. Nach immer mehr Beschwerden von Bürgern will der Bezirk Neukölln reagieren. Es soll mehr Kontrollen und Sanktionen geben.

Berlin (dpa/bb) - Das Bezirksamt Neukölln will mit einer neuen Initiative stärker gegen E-Scooter und Radfahrende auf Gehwegen vorgehen. An fünf Stellen im Norden des Bezirks seien Piktogramme auf Gehwege aufgesprüht worden, die auf die Verbote hinweisen, wie ein Sprecher des Bezirksamtes sagte.

Hintergrund sind laut Behörde zunehmende Konflikte insbesondere im Norden des Bezirks. In den vergangenen Wochen habe es deutlich mehr Beschwerden gegeben. Das Ordnungsamt will in den kommenden Wochen gezielter Gehwege kontrollieren und auch Rad- beziehungsweise E-Scooter-Fahrende sanktionieren. Das Pilotprojekt soll zunächst drei Monate dauern - danach werden die Piktogramme voraussichtlich nicht mehr sichtbar sein.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) forderte ein besseres Miteinander im Verkehr - sowohl auf der Straße als auch auf dem Gehweg. Er verwies auch auf die neue Praxis des Neuköllner Ordnungsamtes, das falsche Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen zu ahnden. Insbesondere bei Verkehrsgefährdungen - etwa wenn Leih-Scooter mitten auf dem Gehweg geparkt werden - wird ein Bußgeld von bis zu 30 Euro fällig.

2020 gab es laut Senat rund 16.000 E-Tretroller und E-Scooter sowie 14.000 Leihfahrräder in der Hauptstadt.

© dpa-infocom, dpa:210925-99-353011/2

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