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Berlin & Brandenburg Regierung informiert über Folgen von Impfstoff-Lieferverzug

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) nimmt an einem Pressetermin teil. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) will heute weitere Informationen über die Folgen des Lieferverzugs beim Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer geben. Sie kündigte am Sonntag an, dass über die Hotline 116 117 zunächst keine neuen Impf-Termine vergeben werden können. Die Impfungen in Impfzentren und Krankenhäusern werden vorübergehend gedrosselt. Ob die Termine von Erstimpfungen in den Impfzentren und die Eröffnungen weiterer Zentren verschoben werden müssen, soll sich am Montag klären. In Pflegeheimen wird nach Angaben von Nonnemacher aber weiter geimpft. Auch alle, die schon eine erste Corona-Impfung bekommen hätten, sollen die zweite Dosis erhalten.

Der Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten angekündigt, die Zahl ausgelieferter Impfdosen vorübergehend zu verringern und später mehr auszuliefern. Nonnemacher sprach von massiven Problemen für den Ausbau der Impfkapazitäten. Nach einem schleppenden Anlauf war Brandenburg bei dem Corona-Schutz vorangekommen. Bisher haben 38 500 Brandenburger eine erste Corona-Impfung erhalten. Brandenburg liegt damit laut Ministerium bei Impfungen pro 1000 Einwohner im Ländervergleich über dem Bundesdurchschnitt.

Ab Montag gibt es außerdem eine Neuerung für Eltern: Auch Alleinerziehende haben dann einen Anspruch auf Notbetreuung ihrer Kinder an Schulen und im Hort.

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