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Berlin & Brandenburg Regierung will Modellregion Gesundheit Lausitz vorantreiben

Martina Münch (SPD), Wissenschaftsministerin von Brandenburg, spricht während der Jahrespressekonferenz. Foto: Ralf Hirschberger/Archivbild

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Cottbus (dpa/bb) - Die Brandenburger Landesregierung will die "Modellregion Gesundheit Lausitz" weiter voranbringen. So soll etwa der Ausbau der Medizinerausbildung in der Region Gestalt annehmen. Dazu will das Wissenschaftsministerium bis Ende dieses Jahres unter anderem Leitlinien zum weiteren Umgang des Landes mit der privat geführten Medizinischen Hochschule Brandenburg in Neuruppin vorlegen, wie Ministerin Martina Münch dem Kabinett am Dienstag in Potsdam mitteilte. Bis Ende 2020 solle dann ein Konzept für die "Modellregion Gesundheit Lausitz" stehen.

Dabei geht es unter anderem auch um den Aufbau einer staatlichen Universitätsmedizin in Cottbus mit dem Ausbau des Carl Thiem-Klinikums zu einem Universitätsklinikum. Vier Ministeriumsmitarbeiter sollen sich unter anderem damit beschäftigen, was für einen Medizin-Studiengang alles gebraucht werde. Zudem sollen sie sich nach Angaben von Münch um die Einbindung des bereits aufgebauten Gesundheitscampus Brandenburg kümmern. Auf dem Campus solle nicht nur an Krankheiten geforscht werden, die im Alter gehäuft auftreten, erklärte Münch. "Wir wollen zudem Modelle entwickeln, die es kranken Menschen in Brandenburg ermöglichen, möglichst lange zu Hause zu leben und gut versorgt zu werden".

Das Vorhaben gehört zu den sogenannten Leuchtturmprojekten Brandenburgs und ist im Eckpunktepapier des Bundes zum Strukturstärkungsgesetz verankert. Die Bundesregierung hatte das Gesetz am 22. Mai beschlossen. Das Land ist mit dem Bund noch in verschiedenen Abstimmungsgesprächen, insbesondere wegen der Finanzierung. Das Projekt soll Teil des 18 Milliarden Euro umfassenden Gesamtpakets für die gesamte Lausitz durch den Ausstieg aus der Braunkohle sein.

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