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Berlin & Brandenburg "Rigaer 94": Demo-Teilnehmer werfen Flaschen und Steine

Polizisten bei einer Demonstration von

(Foto: Annette Riedl/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Aus Solidarität mit dem von Linksradikalen teilweise besetzten Haus "Rigaer 94" sind am Donnerstagabend nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen durch Berlin-Friedrichshain gezogen. Teilnehmer des Demonstrationszugs bewarfen dabei die Polizei mit Flaschen und Steinen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Auch Rauchtöpfe und Böller wurden gezündet. Die Beamten setzten Reizgas ein, es kam auch zu Rangeleien. Eine Polizeisprecherin sagte nach Ende der Demonstration, der Protest sei nicht friedlich gewesen, jedoch auch nicht eskaliert.

Am Vormittag hatte sich die Polizei gewaltsam Zutritt zu dem verbarrikadierten Haus verschafft, um eine Brandschutzkontrolle zu ermöglichen. Polizisten brachen mit schwerem Gerät Türen auf. Bewohner aus der linksradikalen Szene, die seit langem zum Widerstand aufgerufen hatten, besprühten sie mit Pulver aus einem Feuerlöscher und bewarfen sie mit Farbe. Am Nachmittag wurde die Prüfung beendet.

Ganz vorne in dem Demozug am Abend liefen schwarz vermummte Teilnehmer. Skandiert wurde unter anderem: "Bullenschweine raus aus der Rigaer!" Die Polizei mahnte per Durchsage, die wegen der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Abstände einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Auf den Dächern in der Rigaer Straße wurden Pyros gezündet, wie die Polizei am Abend twitterte. "Unser Einsatzleiter verschafft sich durch den Polizeihubschrauber hier einen besseren Überblick."

Am Mittwoch hatte es in der Rigaer Straße Ausschreitungen und Attacken unter anderem mit Steinen auf Polizisten gegeben.

© dpa-infocom, dpa:210617-99-39283/3

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