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Berlin & Brandenburg Rund 350 Menschen demonstrieren gegen Flüchtlingslager

Demonstranten mit Transparenten bei der Kundgebung für die Evakuierung von Flüchtlingslagern. Foto: Carsten Koall/dpa

(Foto: Carsten Koall/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag vor dem Roten Rathaus in Berlin für eine Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland demonstriert. Laut Polizei kamen etwa 350 Menschen zu den drei rund um das Gebäude angemeldeten Kundgebungen. "In Berlin sind zurzeit nur Versammlungen mit 50 Teilnehmern erlaubt. Eine weitere Anmeldung haben wir vor Ort zugelassen", sagte ein Polizeisprecher. Weitere Menschen wurden demnach per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, sich zu entfernen.

Allgemein seien die Versammlungen weitgehend friedlich verlaufen. Die rund 75 Einsatzkräfte vor Ort nahmen eine Person wegen Beleidigung kurzzeitig fest, schrieben eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Abstandregeln und erteilten drei Platzverweise.

Einige Teilnehmer folgten einem Aufruf der Initiative Seebrücke und legten alte Schuhe, Papierschiffe und Plakate mit Forderungen am Eingang des Rathauses ab. Die Seebrücke fordert von der Berliner Regierung, Flüchtlinge aus den Lagern in der Hauptstadt aufzunehmen.

Einen Tag vor der Kundgebung fand in mehr als 50 Städten in acht Ländern ein Aktionstag unter dem Motto "Leave No One Behind" (deutsch: Lasst niemanden zurück) statt.

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