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Berlin & Brandenburg Russischer Aktivist spielt Geige vor russischer Botschaft

Arshak Makichyan (M), russischer Umweltaktivist und Geiger, kniet mit seiner Geige vor der russischen Botschaft.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Der aus Russland geflohene Fridays-for-Future-Aktivist Arshak Makichyan hat am Freitag in Berlin für ein sofortiges Embargo von russischem Öl, Gas und Kohl demonstriert. Der 27 Jahre alte Umweltschützer spielte am Mittag vor der russischen Botschaft auf der Straße Unter den Linden ein Lied auf einer Geige. "Ukrainische Menschen sterben, Tausende Menschen sterben. Und dieser Krieg wird durch Geld aus fossilen Brennstoffen finanziert", sagte Makichyan nach seinem Auftritt. Der Musiker war in Begleitung weiterer Aktivistinnen. Eine junge Umweltschützerin aus Polen hielt ein Transparent mit dem Spruch empor: "Oil, Gas, Coal = War".

Die Bundesregierung hatte sich nach längerem Zögern entschlossen, ein Öl-Embargo der Europäischen Union gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs zu unterstützen. Dies soll Moskaus Einnahmen schmälern und die dauerhafte Abkehr der EU von russischen Energieimporten voranbringen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte gesagt, dies sei für Deutschland handhabbar. Es könne allerdings insbesondere für Ostdeutschland "rumpelig" werden. Dort hängen die Raffinerien in Leuna (Sachsen-Anhalt) und Schwedt (Brandenburg) bislang an russischen Öllieferungen über die "Druschba"-Pipeline.

Quelle: dpa

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