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Berlin & Brandenburg Schüler mit Corona infiziert: Keine "Infektionsgeschehen"

Mit einem Abstrichstäbchen nimmt eine Mitarbeiterin eine Probe von einem Patienten im Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv)

Berlin (dpa/bb) - Kurz nach dem Schulstart in Berlin ist ein erster Corona-Fall bei einem Schüler bekannt geworden. Er habe am Montag direkt nach Ankunft an der Gemeinschaftsschule in Lichterfelde von Symptomen gesprochen, die auf eine solche Infektion hindeuteten, sagte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage. Daraufhin sei er nach Hause geschickt worden, später sei das positive Testergebnis bekannt geworden. Eine Lerngruppe und drei Lehrkräfte, zu denen der Schüler Kontakt gehabt habe, wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt. Zuvor hatte die Zeitung "B.Z" berichtet.

In dem Fall sei gehandelt worden, wie es sein sollte, sagte der Sprecher. Es seien bisher "keine Infektionsgeschehen an Schulen" seit dem Schulstart bekannt. Gemeint sind damit Ausbrüche oder Fälle, in denen sich Schüler in der Schule ansteckten. In Neukölln waren elf Beschäftigte einer Schule unter Quarantäne gestellt worden, weil sie noch vor Schulstart Kontakt zu einem Infizierten hatten, der temporär in der Einrichtung gewesen war.

Angesichts steigender Infektionszahlen war zu erwarten, dass früher oder später auch im Zusammenhang mit Schulen Fälle bekannt werden. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte betont, dass mit "Problemlagen zumindest an einzelnen Schulen" zu rechnen sei. "Wir sind darauf vorbereitet, dass einzelne Lerngruppen in Quarantäne kommen müssen." Der Gesundheitsschutz des gesamten schulischen Personals und aller Schülerinnen und Schüler habe für sie stets absoluten Vorrang. In Mecklenburg-Vorpommern hatte es nach dem Ferienende bereits erste Schulschließungen gegeben.

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