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Berlin & Brandenburg Schwarz: Berlin kann in zehn Jahren ein Geberland sein

Stephan Schwarz (parteilos) spricht.

(Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos) sieht Berlin weiter auf Wachstumskurs und auf dem Weg, ein Geberland zu werden. "Berlin hat sich zusammen mit der Metropolregion in den letzten Jahren zu einer treibenden Wirtschaftskraft in Deutschland entwickelt", sagte Schwarz der Deutschen Presse-Agentur rund eine Woche vor der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl. "Unser Anspruch muss sein, ganz an die Spitze zu kommen. In der Konsequenz heißt das dann auch, dass Berlin im Länderfinanzausgleich vom Nehmer- zum Geberland werden wird." Das werde keine Kurzstrecke, räumte der Finanzsenator ein. "Aber zehn Jahre sind aus meiner Sicht ein realistischer Zeitraum."

In den wesentlichen Punkten liege Berlin bereits deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die Wirtschaft wachse stärker als in den meisten Bundesländern. "Wir haben uns beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf den sechsten und beim Durchschnittseinkommen auf den fünften Platz vorgearbeitet." Auch bei der Steuerkraft liege Berlin über dem Schnitt.

"Gerade das vergangene, von Krisen gezeichnete Jahr zeigt deutlich auf, wo die Reise hingeht", sagte Schwarz. "Unsere wirtschaftliche Leistung ist mit mindestens 2,5 Prozent wieder überproportional gestiegen, und auch im laufenden Jahr gehen wir von höheren Werten als im Bund aus." Bei der Kurzarbeit habe die Statistik im Herbst nur 900 Personen verzeichnet. "Das entspricht gerade einmal 0,1 Prozent der Beschäftigten in unserer Stadt, während der Wert im Bund das Vierfache betrug."

Die Zahl der Insolvenzen sei unter den Werten des Vorkrisenjahres 2019 geblieben, gleichzeitig die der Betriebe mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Berlin seit 2019 um 2000 gewachsen. "Unter den aktuell 101 800 Betrieben konnten wir vor allem bei mittleren und großen Unternehmen deutlich mehr als der Bund zulegen", so der Wirtschaftssenator.

Gleichzeitig hätten internationale Investoren 4,9 Milliarden Euro an Venture Capital in Berliner Startups gesteckt. "Das war der zweithöchste Wert in der Geschichte unseres Standorts und wieder 50 Prozent des insgesamt in Deutschland investierten Startup-Risikokapitals."

Schwarz sagte, das ifo-Institut sehe für Berlin auch für die kommenden zehn Jahre überdurchschnittliches Wachstum. Beim digitalen Wandel profitiere die Hauptstadt von starker Forschung und den vielen Digitalunternehmen. Beim Mega-Thema Arbeitskräftebedarf von der engen Zusammenarbeit mit Brandenburg und der unsere Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt.

Quelle: dpa

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