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Berlin & Brandenburg Sechs Corona-Patienten aus Frankreich in Berlin angekommen

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(Foto: Paul Zinken/dpa)

Noch haben Berlins Intensivstationen ausreichend Kapazitäten, um Corona-Patienten zu behandeln. Daher übt sich die Hauptstadt in Solidarität mit anderen europäischen Regionen.

Berlin (dpa/bb) - Berlin hat aus Solidarität sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Sie werden jetzt in der Berliner Charité intensivmedizinisch behandelt, wie die Klinik und die Senatskanzlei am Sonntag mitteilten.

Demnach kommen die Patienten aus dem besonders stark von der Corona-Epidemie betroffenen Elsass. Sie wurden am Samstag mit zwei Privatflugzeugen aus Straßburg ausgeflogen, die die französische Botschaft organisiert hatte. Kurz vor Mitternacht kam der letzte Patient in Berlin an. Der Zustand der Menschen, die an drei Charité-Standorten behandelt werden, sei einigermaßen stabil, hieß es.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte die Hilfsaktion am Samstagmorgen angekündigt. "Solidarität hört nicht an der Stadtgrenze auf", erklärte er. "Wir haben die Kapazitäten und können und wollen in Einzelfällen auch helfen und Unterstützung anbieten." In dieser akuten Krisensituation sei das selbstverständlich.

"Herzlichen Dank dem Regierenden Bürgermeister und der #ChariteBerlin für die Solidarität im Kampf gegen #Covid_19", twitterte die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes. "Nur zusammen werden wir es schaffen!"

Berlin will, dem Beispiel anderer Bundesländer folgend, auch fünf Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Müller hatte das bereits am vergangenen Mittwoch angekündigt. Ihr Transport werde vorbereitet, teilten Charité und Senatskanzlei am Sonntag dazu mit. Noch stehe nicht fest, wann sie in der der Hauptstadt ankommen.

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