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Berlin & BrandenburgSenat: Schulbauoffensive kommt voran - Plätze fehlen weiter

09.06.2026, 14:11 Uhr
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Berlin baut mehr Schulplätze, doch der Bedarf bleibt hoch. Warum die Bildungssenatorin die Schulbauoffensive auch künftig für unverzichtbar hält und wie neue Sanierungskonzepte helfen sollen.

Berlin (dpa/bb) - Bei der Berliner Schulbauoffensive geht es voran, Bedarf an zusätzlichen Schulplätzen besteht aber noch auf Jahre hinaus - so lautet das Fazit von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), die im Senat einen Bericht zu dem Thema vorgelegt hat. Jährlich investiere Berlin 1,5 Milliarden Euro in den Schulbau, gleichzeitig gebe es durch weiteren Zuzug aber einen Anstieg der Zahl schulpflichtiger Kinder, sagte die CDU-Politikerin im Anschluss an die Senatssitzung.

Das Problem verschwindet also nicht einfach. Die Schulbauoffensive ist vor zehn Jahren - im Schuljahr 2016/2017 - gestartet. Bis zum Schuljahr 2025/2026 gab es 32 Neubauten. Hinzu kamen 123 bauliche Erweiterungen und 61 neue Sporthallen. Dadurch wurden bis zum Beginn des Schuljahres 2025/2026 insgesamt rund 53.000 zusätzliche Schulplätze geschaffen.

Die Bildungsverwaltung rechnet damit, dass die Zahl bis zu Beginn des Schuljahres 2026/2027 auf rund 62.000 Schulplätze steigt. Während 2025 noch 26.100 Schulplätze fehlten, sind es in diesem Jahr nur noch 24.100 - aus Sicht der Bildungsverwaltung eine gelungene Trendwende. Es sei im Zeitraum der Schulbauoffensive das erste Mal, dass das rechnerische Defizit an Schulplätzen abnehme, sagte Günther-Wünsch.

Bildungssenatorin fordert eine Schulbaubehörde

Um schneller voranzukommen, wäre aus Sicht der Senatorin eine Schulbaubehörde wie in Hamburg wünschenswert. "Ich würde das für eine sehr gute Entscheidung halten", sagte Günther-Wünsch.

Die Schulbauoffensive bleibt aus Sicht ihrer Sicht noch lange unverzichtbar. "Ich kann Ihnen kein Enddatum setzen", sagte Günther-Wünsch. Und selbst wenn das rechnerische Defizit abgebaut sei, müsse Berlin weiter Geld in die Hand nehmen, um die Substanz der Schulen zu sichern.

Das ist schon jetzt Teil des Schulbauprogramms. "Wir schaffen nicht nur neue Plätze, wir investieren jedes Jahr auch in den Erhalt von Schulplätzen", so die Bildungssenatorin. "Das ist mindestens genauso wichtig." Der Bildungsverwaltung zufolge sind zwischen 2017 und 2025 insgesamt 1,544 Milliarden Euro in den baulichen Unterhalt der Schulen investiert worden.

Nach einem neuen von der Taskforce Schulbau erarbeiteten Sanierungskonzept sollen Sanierungsmaßnahmen beschleunigt werden. Dafür stehen den Angaben zufolge zusätzlich 60 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität für die Jahre 2026 und 2027 zur Verfügung.

Quelle: dpa

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