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Berlin & Brandenburg Senator: Ecknig-Trennung hatte nichts mit Korruption zu tun

Stephan Schwarz (parteilos), Wirtschaftssenator von Berlin, spricht bei einer Pressekonferenz.

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/)

Berlin (dpa/bb) - Einen Tag nach der Trennung von Messe-Chef Martin Ecknig hat Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz betont, dass die Entscheidung nichts mit Korruption zu tun habe. "Das waren Verstöße gegen Richtlinien im Zusammenhang mit der Dokumentation von Beraterverträgen", sagte Schwarz am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. "Das hat nichts mit Korruption zu tun. Korruption ist ein strafrechtlicher Tatbestand. Auch der ist geprüft worden. Und es liegen in dem Zusammenhang keine strafrechtlichen Vorwürfe gegen die derzeitige Geschäftsführung der Messe vor", sagte der parteilose Politiker.

Am Mittwochabend hatte die Messe mitgeteilt, dass sich der Aufsichtsrat und Messe-Chef Ecknig auf die Auflösung seines Vertrags verständigt haben. Ein Grund für die Trennung wurde nicht genannt. Über die Hintergründe wurde einem Messe-Sprecher zufolge Stillschweigen vereinbart.

Schwarz zufolge hatte der Messe-Aufsichtsrat einen Untersuchungsbericht in Auftrag gegeben. So seien Verstöße gegen interne Richtlinien aufgedeckt worden. Dann habe der Aufsichtsrat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um mögliche arbeitsrechtliche Maßnahmen zu prüfen.

Dieses Gutachten sei dem Personalausschuss der Messe am vergangenen Freitag zur Verfügung gestellt worden. "Der Personalausschuss hat am Montag getagt, hat eine Empfehlung an den Aufsichtsrat erstellt, und der Aufsichtsrat hat gestern getagt mit dem Ergebnis, dass der Vorsitzende der Geschäftsführung freigestellt ist und wir einen Aufhebungsvertrag geschlossen haben", sagte Schwarz.

Ecknig hatte den Vorsitz der Messe-Geschäftsführung im Januar 2021 übernommen. Davor war er Manager bei Siemens. Der bisherige Finanzchef Dirk Hoffmann übernimmt nun kommissarisch.

Quelle: dpa

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