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Berlin & Brandenburg Senator zu Gewalt in U-Bahnen: Langsame Besserung

Andreas Geisel. Foto: Paul Zinken/Archivbild

(Foto: Paul Zinken/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat die Videoüberwachung und die Polizeieinsätze in Bahnhöfen, Bussen und U- und S-Bahnen verteidigt. Die Kriminalität im öffentlichen Nahverkehr sei in den vergangenen Jahren zurückgegangen, betonte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. "Ich behaupte nicht, dass es gut ist, aber es wird immer besser", sagte Geisel. "Und wenn wir weniger tun würden, würde es wieder schlechter."

Auch angesichts der steigenden Zahlen von Fahrgästen verbessere sich die Situation. Die Bahnhöfe und Bahnen dürften kein Angstraum sein. Daher würden Berliner Polizei, Bundespolizei und BVG-Wachleute häufiger dort eingesetzt. Die Berliner Verkehrsbetriebe BVG zählten zuletzt 1,1 Milliarden Fahrten pro Jahr.

Die CDU forderte, die Berliner U-Bahnhöfe müssten feste Zugangstüren oder Einlassschranken wie in Paris und London bekommen, das schrecke Verbrecher ab. Senat und BVG lehnen das aber schon lange ab, weil es in dem alten U-Bahnnetz mit seinen zahllosen Zugängen baulich kaum möglich sei. Der FDP-Innenpolitiker Marcel Luthe kritisierte, dass Senat und Polizei nur einen Ausschnitt darstellen würden. In Wirklichkeit seien gerade die Zahlen der Gewalt- und Sexualdelikte gestiegen.

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