Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Shoppen und Museumsbesuch bald wieder möglich

dpa_Regio_Dummy_BerlinBrandenburg.png

Die Normalität kommt für die Menschen in Brandenburg wohl noch längere Zeit nicht zurück. Aber in der kommenden Woche gibt es erste Corona-Lockerungen. Wie entspannt kann eine Shoppingtour in der Krise werden?

Potsdam (dpa/bb) - Endlich wieder mal shoppen oder ins Museum gehen? Von Mittwoch kommender Woche an (22. April) ist das in Brandenburg möglich. Die Landesregierung lockerte am Freitag einige Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. "Wir sind nach wie vor auf dünnem Eis", hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag mit Blick auf die Corona-Krise gesagt.

Mit der Öffnung von Einzelhandelsgeschäften, die nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben, werden Einschränkungen im öffentlichen Leben ein Stück weit zurück genommen. Auch Läden innerhalb von Shopping-Centern dürfen aufmachen.

Hygiene-Regeln gelten aber auch dann weiter. Die Menschen müssen den vorgeschriebenen Abstand einhalten. Es soll Einlasskontrollen bei Shopping-Centern geben, Menschenansammlungen sollen tabu bleiben.

Zumindest für einen großen Teil des Einzelhandels sei der "Stresstest" ab dem 22. April 2020 beendet - natürlich unter Beachtung strikter Hygienestandards, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Freitag.

Ab Mitte der Woche gibt es zudem wieder die Möglichkeit, Museen, Ausstellungshäuser, Zoos und Tierparks zu besuchen. Ausgenommen sind die begehbaren Tierhäuser. Auch Bibliotheken sowie Kfz-Händler, Fahrrad- und Buchhändler können wieder öffnen.

Und wer gerne Obst und Gemüse von Feldern erntet, hat gute Chancen: Das Selbstpflücken soll ab 22. April erlaubt sein. Die Gastronomie-Branche jedoch muss zunächst weiter mit den Einschränkungen leben. Restaurants, Kneipen, Clubs und Bars bleiben geschlossen.

Bereits an diesem Montag soll es in Brandenburg mit ersten Abitur-Prüfungen losgehen. Der Schulunterricht wird dann ab 27. April nach und nach für bestimmte Klassen wieder starten. Bis zur Sommerpause werde es keinen Regelunterricht in allen Bereichen geben, hatte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) gesagt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte mit Blick auf die Hygiene Bedenken wegen der Schulöffnungen geäußert.

Taufen und Bestattungen sind mit bis zu 20 Teilnehmern erlaubt. Wann es wieder Gottesdienste gibt, war zunächst noch offen. Länder und Bund wollen mit den Kirchen in den kommenden Tagen ein Konzept dazu erarbeiten. Dieses solle dann Grundlage sein für spätere Beschlüsse, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin nach einem Gespräch mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften.

Regionales