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Berlin & Brandenburg Spendenaktion für Kirche in der Lausitz

Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch. Foto: Ralf Hirschberger/dpa/Archivbild

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Potsdam (dpa/bb) - Die diesjährige Spendenaktion für vergessene Kunstwerke in Brandenburg soll Grabdenkmälern in der Dorfkirche Groß Jehser (Oberspreewald-Lausitz) zugutekommen. Die Aktion trage auch dazu bei, "dass sakrale Kunstwerke sichtbar gemacht werden und, dass sie auch bewahrt werden für künftige Generationen", sagte Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) am Montag zum Start der Aktion in Potsdam. Denkmäler hätten einen großen Stellenwert für das kulturelle Erbe.

Zum elften Mal sammelt das Land gemeinsam mit der evangelischen Kirche und dem Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg Spenden für die Rettung gefährdeter sakraler Kunstwerke. Viele Kirchen und insbesondere ihre Innenausstattungen seien nach wie vor sanierungsbedürftig, hieß es.

Das Geld der aktuellen Sammlung soll zur Sicherung von Epitaphien und weiteren Zeugnissen des Totengedenkens in der Kirche in der Lausitz eingesetzt werden. Die Kunstwerke seien durch den Holzwurm beschädigt, außerdem sei Schnitzwerk abgebrochen und Farbschichten lösten sich ab. Insgesamt bestehe bei rund 95 Prozent der 239 gelisteten Kunstgegenstände der Kirche bei Calau akuter Handlungsbedarf. Für die Restaurierung aller gefährdeten Kunstwerke der Kirche seien mindestens 100 000 Euro erforderlich.

Bei der Spendenaktion waren in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 165 000 Euro für sakrale Kunstwerke zusammengekommen. 2018 waren es 17 750 Euro für Schätze einer Kirche.

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