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Berlin & Brandenburg Spreewaldkahn als immaterielles Kulturerbe: Bewerbung

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Lübben(dpa/bb) - Der Spreewaldkahn soll nach dem Wunsch des Landes Brandenburg immaterielles Kulturerbe werden. Eine entsprechende Bewerbung wurde vom Kulturministerium an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet, wie der Spreewaldverein am Montag mitteilte. Die regionale Initiative des Vereins habe ein Jahr Vorbereitszeit benötigt. "Der Spreewaldkahn hat diese Würdigung und Wertschätzung längst verdient", sagte die Geschäftsführerin des Spreewaldvereins, Melanie Kossatz der dpa am Montag. Akteure vor Ort wie Handwerker, Kahnhersteller und Nutzer hätten gezeigt, welchen Wert dieses Kulturgut habe. Über die Bewerbung soll voraussichtlich im Frühjahr 2023 entscheiden werden.

Im Sekretariat der Kultusministerkonferenz werden Bewerbungen aus ganz Deutschland gebündelt an ein Expertenkomitee der Deutschen Unesco-Kommission übergeben. Katrin Seitz, Referentin des Kulturministeriums Brandenburg, zeigte sich von der Bewerbung aus dem Spreewald überzeugt. Sie habe "großes Potenzial, dem Kulturerbe Spreewaldkahn - und damit der ganzen Region - neue Entwicklungsimpulse zu verleihen." Auch das Finsterwalder Sängerlied, das Klemmkuchenbacken im Fläming und der Kachelofenbau sollen nach dem Willen Brandenburgs immaterielles Kulturerbe werden.

Die Unesco fördert seit 2003 den Erhalt von Traditionen und Alltagskulturen. Das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes hat derzeit 131 Einträge, darunter das Märchenerzählen, die Weinkultur, das handwerkliche Bierbrauen und die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft. Aus Brandenburg zählen etwa die Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben, die manuelle Glas-Fertigung (Baruther Glashütte), die traditionelle Kalkmörtel-Zubereitung (Museumsdorf Rüdersdorf) und das Kaspertheater (Museum des Mitteldeutschen Marionettentheaters Bad Liebenwerda) dazu.

Quelle: dpa

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