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Berlin & Brandenburg Staatsschutz ermittelt: Drohschreiben und angezündetes Auto

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde. Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild

(Foto: Soeren Stache/dpa/Archivbild)

Immer wieder brannten in der Fontanestadt Neuruppin jüngst Autos. Jetzt traf es den Wagen eines prominenten Stadtbewohners. Doch das war noch nicht alles.

Neuruppin (dpa/bb) - Neben dem Brandanschlag auf das Auto des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) hat es eine weitere Bedrohung des Kommunalpolitikers gegeben. Ein Drohschreiben habe im Briefkasten von Golde gesteckt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend. Zuvor hatte der RBB berichtet, dass im Briefkasten des Bürgermeisters eine Morddrohung gefunden worden sei. Am Dienstagabend war der Wagen von Golde auf einem Privatgrundstück angezündet worden. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen wird.

Ob beide Vorfälle zusammenhängen, werde jetzt untersucht, sagte der Polizeisprecher. Nicht bekanntgegeben wurde, ob das Drohschreiben nach dem Anschlag auf den Wagen entdeckt wurde. Zum Inhalt des Schreibens machte der Sprecher keine näheren Angaben. Die Gefährdung des Politikers als Person des öffentlichen Lebens werde weiter geprüft, hieß es auf die Frage, ob Golde jetzt Polizeischutz bekomme.

Am 8. November finden in Neuruppin Bürgermeisterwahlen statt. Golde will zum dritten Mal antreten.

Ermittler gehen von Brandstiftung bei dem Fahrzeug aus. Kriminaltechniker untersuchten den Wagen. Der Bürgermeister und eine Zeugin seien befragt worden.

Eine Frau hatte nach Angaben der Polizei den Brand auf einem Privatparkplatz in einem Wohngebiet am Seeufer bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Auch der Besitzer des Wagens sei alarmiert worden, hieß es von der Polizei.

Gemeinsam habe man versucht, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Brand schließlich löschen und verhindern, dass das Fahrzeug komplett in Flammen aufging. Zuvor hatte die Zeitung "Märkische Allgemeine" (online) berichtet.

Dem RBB sagte Golde, er gehe von einem gezielten Anschlag aus. "Wenn ein Kohlenanzünder auf dem Reifen liegt, kann es nicht unabsichtig sein."

Immer wieder brannten in der Vergangenheit Autos in der Fontanestadt im Norden Brandenburgs. Eine Sprecherin der Polizei sagte: "Wir haben eine Häufung festgestellt".

Sven Deter, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Neuruppin, sagte mit Blick auf einen möglichen politisch motivierten Anschlag: "Ich glaube, dass ich im Namen aller Stadtverordneten spreche, wenn ich sage, dass ein derartiger feiger Eingriff in die Privatsphäre nicht zu akzeptieren und zu tolerieren ist."

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