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Berlin & Brandenburg Steinbach: Bahnstandort Hennigsdorf Perspektive geben

Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie, während einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hofft, dass der Bahnstandort Hennigsdorf durch die angekündigte Übernahme der Zugsparte von Bombardier durch Alstom gesichert und gestärkt wird. Hennigsdorf sei ein hervorragender Traditionsstandort in der Metropolenregion, und das Unternehmen könne auf hoch qualifizierte Fachkräfte und jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen, sagte Steinbach am Montagabend in Potsdam. "Nach den Jahren der Unsicherheit müssen die Beschäftigten in Hennigsdorf endlich wieder eine klare Perspektive erhalten", so der Brandenburger Wirtschaftsminister.

Der französische TGV-Hersteller Alstom hatte angekündigt, die Zugsparte des kanadischen Konkurrenten Bombardier übernehmen zu wollen. Dafür solle ein Preis in der Spanne von 5,8 Milliarden Euro bis 6,2 Milliarden Euro gezahlt werden, wie Alstom am Montagabend am Saint-Ouen-sur-Seine bei Paris mitteilte. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden.

Bombardier ist in der Krise. Die Zugsparte sitzt in Berlin und beschäftigt in Deutschland nach Gewerkschaftsangaben rund 6500 Stammbeschäftigte sowie rund 1100 Leiharbeiter. Die größten Standorte sind Hennigsdorf, Görlitz und Bautzen. Auch in Mannheim, Kassel und Siegen sind jeweils mehrere Hundert Menschen beschäftigt. Kleinere Standorte bilden zudem Braunschweig und Frankfurt.

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