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Berlin & Brandenburg Steineke: Frauenquote gute Grundlage für Debatte

Sebastian Steineke (CDU) spricht. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild

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Neuruppin (dpa/bb) - Der Plan einer verbindlichen Frauenquote in mehreren Schritten ist aus Sicht des Mitgliederbeauftragten der Brandenburger CDU, Sebastian Steineke, eine gute Basis. "Wir möchten mehr Frauen in der CDU und auch in verantwortungsvollen Positionen in der Partei", sagte der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Eine dynamische Quote, die an die Entwicklungen angepasst werde, begrüße er deshalb grundsätzlich. Steineke sieht allerdings noch Beratungsbedarf: "Zur starren Quote werden wir sicherlich noch ausführlich beraten und uns das bis zum Parteitag nochmal ausführlich ansehen." Dafür sei der Kompromiss eine gute Grundlage.

Die CDU berät über eine verbindliche Frauenquote. Die Struktur- und Satzungskommission der Partei stellte dafür am Mittwoch wichtige Weichen. Für den Kompromiss zur Einführung eines verbindlichen Frauenanteils von 50 Prozent bis zum Jahr 2025 für Gruppenwahlen bei Vorständen gab es eine breite Mehrheit. Am 1. Januar 2021 soll eine Frauenquote von 30 Prozent gelten, zum 1. Januar 2023 von 40 Prozent. Von der Quote soll nur abgewichen werden können, wenn nicht genügend weibliche Bewerber kandidieren. Eine endgültige Entscheidung treffen die 1001 Delegierten des Wahlparteitags Anfang Dezember in Stuttgart.

Dem Landesvorstand der CDU Brandenburg gehören inklusive Beisitzer ohne kooptierte Mitglieder 28 Christdemokraten an, davon sind 9 weiblich - das entspricht einem Anteil von 32 Prozent.

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