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Berlin & Brandenburg Straßenfest der "Liebig 34": Polizeihubschrauber in der Luft

Vermummte Bewohner des Hauses Liebigstraße 34 geben eine Pressekonferenz. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

(Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Ein zweitägiges Straßenfest zum 30. Geburtstag des umstrittenen linksradikalen Hausprojekts Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain hat am Sonntagabend friedlich geendet. Allerdings flog ab 22.30 Uhr lange ein Polizeihubschrauber über der Liebigstraße und der Rigaer Straße, weil dort Menschen auf den Dächern unterwegs waren, wie ein Polizeisprecher sagte. Man wolle die Situation zur Sicherheit beobachten. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Polizisten von den dortigen Hausdächern mit zum Teil großen Pflastersteinen beworfen.

Samstag- und Sonntagabend hatten Bewohnerinnen und Unterstützer des linken Wohnprojekts "Liebig 34" im Haus und auf der Straße gefeiert und zur Unterstützung gegen eine mögliche Räumung aufgerufen. Das Haus gilt als eines der letzten Symbole der linksradikalen Szene in der Stadt.

Anfang Juni hatte das Landgericht einer Räumungsklage des Eigentümers gegen den Bewohner-Verein stattgegeben und entschieden, dass die Bewohnerinnen das Haus verlassen sollen. Außerdem soll das "anarcha-queer-feministische Hausprojekt" 20 000 Euro ausstehende Mieten zahlen. Gegen das Urteil wurde Einspruch eingelegt. Das Gericht prüft nun, ob der Einspruch zulässig ist. Ein Einspruch schiebt allerdings die Vollstreckung einer Räumung nicht auf.

Vor einigen Tagen hatten mutmaßlich vermummte Linksextremisten erneut rund um die Straße randaliert, einen Stromausfall an Straßenlaternen ausgelöst, Häuser bemalt und beschmiert und auf einer Kreuzung mehrere Gegenstände angezündet. Laut Polizei wurden vier Autos beschädigt.

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