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Berlin & Brandenburg Studie: Einige Kommunen wollen Steuern oder Gebühren erhöhen

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Potsdam (dpa/bb) - Die Bürger in einigen Regionen Brandenburgs müssen mit steigenden Abgaben rechnen. 58 Prozent der befragten Kommunen wollen im laufenden oder kommenden Haushaltsjahr ihre Steuern oder Gebühren erhöhen. Im Bundesdurchschnitt seien es 68 Prozent der Städte und Kommunen ab 20 000 Einwohnern, heißt es in einer repräsentativen Untersuchung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Im Fokus standen dabei Straßenreinigungs- und Parkgebühren sowie Eintrittspreise für Bäder oder Konzerte. An der Studie nahmen 12 von 27 brandenburgischen Kommunen mit mehr als 20 000 Einwohnern teil.

Nur 17 Prozent der befragten Kommunen in Brandenburg planen laut Studie, kommunale Leistungen zu reduzieren - im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil mit 20 Prozent etwas höher.

Im bundesweiten Vergleich schneidet Brandenburg mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 750 Euro gut ab. Nur die Kommunen in Sachsen weisen mit 695 Euro eine niedrigere Quote auf. Am höchsten verschuldet pro Kopf sind die Menschen im Saarland und in Rheinland-Pfalz - mit 3652 Euro beziehungsweise 3227 Euro.

Während im vergangenen Jahr nur jede vierte befragte Kommune in Brandenburg einen Überschuss erwirtschaften konnte, ist dieser Anteil laut Studie im laufenden Jahr auf 33 Prozent gestiegen. Demnach soll das Geld vor allem in Schulen und Kultur investiert werden.

Auffällig sind die ausgeprägten regionalen Unterschiede in Deutschland: Während laut Studie in Hessen (91 Prozent), Thüringen (89 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (81 Prozent) ein Großteil der Kommunen Erhöhungen der Gebühren oder Steuern plant, sind es in Bayern (48 Prozent) und in Sachsen (30 Prozent) weniger als die Hälfte. Brandenburg liegt in diesem Ranking im Mittelfeld.

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