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Berlin & Brandenburg Sturmgewehre im Busgepäck gefunden: Anklage gegen Schweden

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Berlin (dpa/bb) - Gegen einen Mann aus Schweden, der im Mai mit schweren Waffen im Gepäck in einem Fernbus gefasst wurde, ist in Berlin Anklage erhoben worden. Es gehe um einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, in einem am Dienstag im Internet veröffentlichten Video.

Der Mann kam mit dem Bus aus Serbien und wollte nach Schweden. Bei einer Kontrolle an der Autobahn entdeckte der Zoll am 18. Mai bei ihm zwei vollautomatische Kalaschnikow-Sturmgewehre, eine sogenannte Pumpgun und eine Pistole.

Er wurde festgenommen, wegen einer Panne aber wenig später wieder freigelassen. Irrtümlich ging es zunächst nur um einen Verstoß gegen das mildere Waffengesetz. Daher gab es keinen Haftbefehl. Der Mann reiste weiter nach Schweden, wurde dort festgenommen und dann ausgeliefert. Inzwischen sitzt der 24-jährige in Berlin in Untersuchungshaft.

Warum der Verdächtige die Waffen nach Schweden schmuggeln wollte, ist nicht bekannt. Aus den Staaten des früheren Jugoslawiens werden immer wieder Gewehre und Pistolen aus den Beständen der verschiedenen Armeen in andere Länder Europas verkauft.

Tweet Steltner

Tweet Staatsanwaltschaft 11. Juli

Mitteilung Staatsanwaltschaft 17. Juni

Mitteilung Bundespolizei

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