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Berlin & Brandenburg Tesla-Gelände in Grünheide von Umweltschützern besetzt

Kiefernstämme an einer Baustraße auf dem künftigen Gelände der Tesla Gigafactory in Grünheide. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Grünheide (dpa/bb) - Umweltschützer haben nach eigenen Angaben das Gelände besetzt, auf dem die Bäume für die geplante Fabrik des US-Elektroautobauers Tesla gerodet werden sollen. Trotz eines Rodungsstopps befanden sich zunächst zwei Aktivistinnen auf Bäumen auf dem Gelände, wie eine Sprecherin vor Ort der Deutschen Presse-Agentur am Montag sagte. "Wir fordern, dass der Wald nicht abgeholzt wird, es gibt wegen der übereilten Rodung keinen Platz für Bedenken." Eine Umweltschützerin sei inzwischen von einem Baum heruntergeklettert, wie ein Polizeisprecher sagte.

Das OVG Berlin-Brandenburg hatte die Rodung von zunächst rund 90 Hektar des Tesla-Geländes am vergangenen Wochenende gestoppt, nachdem der Umweltverband Grüne Liga Brandenburg Beschwerde eingelegt hatte. Die Umweltgruppe hält die Rodung für rechtswidrig, weil die Fabrik noch nicht abschließend genehmigt ist.

Die Polizei ist mit Einsatzkräften vor Ort. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste über dem Rodungsgelände. Zur Zahl der Polizisten vor Ort wollte ein Sprecher keine Angaben machen. Spezialkräfte seien angefordert worden, die in der Lage seien, Umweltschützer von den Bäumen herunterzuholen, sagte er.

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