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Berlin & Brandenburg Tod eines Zwillings: Prozess um Höhe der Strafen

Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale.

(Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Im Verfahren gegen zwei Ärzte, die während einer Zwillingsgeburt ein schwer geschädigtes Kind mit einer Injektion getötet hatten, beginnt am Donnerstag (9.30 Uhr) ein erneuter Prozess. Das Berliner Landgericht entscheidet allein über das Strafmaß. Den Schuldspruch wegen gemeinschaftlichen Totschlags in minderschwerem Fall hat der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigt. Ein Kind kam im Juli 2010 per Kaiserschnitt gesund zur Welt, das andere sollte wegen einer schweren Hirnschädigung nicht leben.

Ein früherer Chefarzt und eine Oberärztin hatten im ersten Prozess im November 2019 Bewährungsstrafen von einem Jahr und neun Monaten beziehungsweise eineinhalb Jahren bekommen. Auf Revision der Angeklagten urteilte später der BGH, die Tötung des lebensfähigen geschädigten Zwillings sei ein strafbares Tötungsdelikt gewesen und kein straffreier Schwangerschaftsabbruch. Über die Höhe der Strafen müsse allerdings neu entschieden werden, weil den beiden Ärzten zur Last gelegt worden war, sie hätten die Tat geplant und nicht in einer Notfallsituation begangen.

Quelle: dpa

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