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Berlin & Brandenburg Toter Häftling entdeckt: Suizidbeauftragter eingeschaltet

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Neuruppin (dpa/bb) - In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neuruppin-Wulkow ist am Donnerstagmorgen ein Häftling tot in seiner Zelle gefunden worden. Nach Angaben des Justizministeriums hat sich der 31-jährige Untersuchungshäftling am Abend vor Beginn seines Prozesses das Leben genommen. Der Mann sei im April wegen des Verdachts einer Raubstraftat in Untersuchungshaft genommen worden, teilte das Ministerium am Donnerstag weiter mit. Die Hauptverhandlung sollte am selben Tag beginnen.

Der 31-Jährige habe während seiner Haftzeit keinen suizidalen Eindruck gemacht und sei als freundlich und zugewandt wahrgenommen worden, berichtete das Ministerium. Noch am vergangenen Dienstag habe er mit einem Mitarbeiter der JVA ein längeres Gespräch über seine Lebensplanung nach dem Prozess und über eine mögliche bevorstehende Haftentlassung geführt. Das Ministerium hat eine Untersuchung eingeleitet und den Suizidbeauftragten für den Justizvollzug eingeschaltet. Nach Angaben des Ministeriums war es die vierte Selbsttötung in diesem Jahr in einem Brandenburger Gefängnis.

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