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Berlin & Brandenburg Toter Häftling in Zelle entdeckt: Suizidbeauftragter kommt

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Cottbus (dpa/bb) - Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt nach einem Suizid in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Cottbus-Dissenchen. Ein 23 Jahre alter Häftling war am Freitagmorgen tot in seiner Zelle gefunden worden, wie das Justizministerium am Freitag mitteilte. Der Mann soll sich stranguliert haben. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen zunächst nicht vor. Der Mann habe sich seit Juni 2019 wegen eines Eigentumsdeliktes in Haft befunden.

In Brandenburger Gefängnissen haben sich nach Angaben der Behörde seit dem Jahr 2000 mehr als 40 Menschen das Leben genommen. Im vergangenen Jahr waren es zwei - darunter ein 57-Jähriger, der verdächtigt wurde, in Teltow seine Ehefrau getötet zu haben. Der Mann wurde im November 2019 tot in seiner Zelle in der JVA Brandenburg/Havel entdeckt.

Das Land will seit längerem einen Suizidpräventionsbeauftragten einsetzen, der für alle Justizvollzugsanstalten im Land zuständig sein wird - eventuell mit Unterstützung eines bei der JVA tätigen Psychologen. Der Beauftragte solle kommenden Montag seinen Dienst antreten, hieß es in der Mitteilung.

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