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Berlin & Brandenburg Trotz Fachkräftemangel: Brandenburger Handwerk zufrieden

Ein Mitarbeiter schweißt an einem Neubau eines Wahrschaufloßes. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Das Brandenburger Handwerk ist nach wie vor zufrieden mit seiner konjunkturellen Lage. Geschäfte und Umsätze sind in Ordnung. Ein paar Probleme gibt es trotzdem - auch für die Kunden.

Potsdam (dpa/bb) - Die Handwerksbetriebe in Brandenburg sind nach eigenen Angaben mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden und blicken meist optimistisch in die Zukunft. Rund 96 Prozent der befragten Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als gut oder zumindest zufriedenstellend. Das geht aus den Ergebnissen der Herbstkonjunkturumfrage hervor, die die Handwerkskammern Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) am Dienstag vorstellten.

Die Auftragsbücher seien entsprechend gut gefüllt und die Auftragslage befinde sich nach wie vor auf hohem Niveau. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf beträgt den Angaben nach in Brandenburg knapp elf Wochen. Für Kunden bedeutet das längere Wartezeiten - vor allem im Süden des Landes: Waren es im Herbst 2018 noch rund 8,3 Wochen Vorlaufzeit, sind es nun 10,1 Wochen.

Besonders in Westbrandenburg fällt das Fazit der Unternehmen insgesamt positiv aus. Dort bezeichnen laut Konjunkturbericht 96,6 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage als gut oder zumindest befriedigend - ein Rekordwert. Besonders optimistisch blicken demnach das Kraftfahrzeuggewerbe und die Gesundheitshandwerke auf die kommenden Monate.

Im Süden hingegen seien die Zukunftserwartungen wegen der Unsicherheiten aufgrund des Strukturwandels in der Region zurückhaltender. Demnach gehen nur noch 90,3 Prozent der Betriebe von einer sich weiter verbessernden oder gleichbleibenden Entwicklung der Geschäftslage aus. "So verhalten schätzten die Unternehmen zuletzt im Herbst 2014 die künftigen konjunkturellen Entwicklungen ein", heißt es in einer Pressemitteilung der Handwerkskammer Cottbus.

Weiterer Grund für die getrübten Aussichten in Südbrandenburg sei laut Angaben der Mangel an Nachwuchs- und Fachkräften - vor allem im Ausbaugewerbe. Laut Konjunkturbericht sucht dort mehr als ein Drittel der Unternehmen Personal.

Auch mit den Umsätzen sind die Betriebe in Brandenburg laut Bericht zufrieden: In Westbrandenburg berichten ähnlich wie im Vorjahr knapp 90 Prozent der Unternehmen von gleichbleibenden oder gestiegenen Umsätzen. Im Süden Brandenburgs konnten laut Angaben sogar mehr als ein Drittel der Betriebe (36,2 Prozent) ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern.

Konjunkturbericht Südbrandenburg

Konjunkturbericht Ostbrandenburg

Konjunkturbericht Westbrandenburg

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