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Berlin & Brandenburg Turbine-Fußballerin Chmielinski kritisiert Liga-Neustart

Wolfsburgs Claudia Neto (r) und Potsdams Gina Chmielinski kämpfen um den Ball. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

(Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild)

Potsdam (dpa/bb) - Einen Tag vor dem Wiedereinstieg in die Frauenfußball-Bundesliga hat erstmals eine Spielerin von Turbine Potsdam den Re-Start nach der langen Corona-Zwangspause in Frage gestellt. Auf ihrer Instagram-Seite sorgte sich Mittelfeldspielerin Gina Chmielinski (19) am Freitag besonders um die Gesundheit der Spielerinnen. "Der Punkt der mir wirklich am Herzen liegt, ist unsere Gesundheit. Uns nach 10 Wochen ohne Ball am Fuß in mehrere englische Wochen zu schicken, da kann man von Glück reden, wenn am Ende der 6 Wochen noch eine verletzungsfreie Startelf auf dem Platz steht", schrieb Chmielinski vor der Begegnung am Samstag beim SC Freiburg.

Und noch etwas stößt bei der U20-Nationalspielerin gehörig auf Kritik. Sie schrieb zu einem Foto: "Den Start der Frauen-Bundesliga dann aber auch noch mit einem Zeichen der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen im Fußball in Verbindung zu setzen, kann ich nicht nachvollziehen. Was hat es mit Gleichberechtigung zu tun, wenn die meisten Frauen kurzfristig Urlaubstage ihrer Berufe, die sie noch neben dem Profisport ausüben, in Anspruch nehmen müssen, um eine Quarantäne vor dem ersten Spiel zu gewährleisten und an Spielen in der Woche teilnehmen zu können."

Vor Chmielinski hatte bereits Freiburgs derzeit verletzte Mittelfeldspielerin Sharon Beck massive Kritik an der Wiederaufnahme des Spielbetriebs geübt. Die israelische Nationalspielerin monierte ebenfalls die Quarantäneregel und das erhöhte Verletzungsrisiko durch die Vielzahl von Spielen in kürzester Zeit.

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