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Berlin & Brandenburg Über 1000 Stellenangebote für Grundeinkommen-Modellprojekt

Eine Frau hält eine Geldbörse mit Banknoten und Bankkarten in der Hand. Foto: Monika Skolimowska/Archivbild

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Das Berliner Modellprojekt zum solidarischen Grundeinkommen stößt nach Angaben des Senats auf positive Resonanz bei öffentlichen und gemeinnützigen Arbeitgebern. Nach dem Start des entsprechenden Verfahrens am Mittwoch seien mehr als 1000 Stellenangebote eingegangen, twitterte Arbeitsstaatssekretär Alexander Fischer am Nachmittag. "Das ist ein vielversprechender Beginn." Unmittelbar zu Beginn des sogenannten Interessenbekundungsverfahrens um 08.00 Uhr hätten sich bereits 60 Arbeitgeber gemeldet, ergänzte eine Sprecherin der Senatsarbeitsverwaltung. "Sie haben innerhalb von einer Minute 600 Stellen angeboten. Das Interesse ist riesig."

Im Rahmen des bundesweit einmaligen Modellprojekts, das Alternativen zu Hartz IV aufzeigen soll, finanziert der Staat rund 1000 Arbeitslosen sozialversicherungspflichtige Jobs im gemeinnützigen Bereich bei Landesunternehmen, in der Verwaltung oder bei sozialen Trägern. Die Teilnehmer arbeiten zum Beispiel als Mobilitätsbegleiter oder Hausmeister, helfen Obdachlosen oder übernehmen unterstützende Tätigkeiten in Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen - mit Aussicht auf eine dauerhafte Beschäftigung. Der von Regierungschef Michael Müller (SPD) angestoßene Modellversuch läuft zunächst fünf Jahre.

Wie die Sprecherin weiter erläuterte, entscheidet die Senatsarbeitsverwaltung nun zunächst über die Förderfähigkeit der eingegangenen Stellenangebote. Anschließend suchen die Jobcenter für diese Stellen interessierte Arbeitslose aus, die zwischen einem und drei Jahren ohne Job sind. Über ihre Einstellung entscheidet dann allein der Arbeitgeber.

Tweet Staatssekretär Fischer

Mitteilung Arbeitsverwaltung zum Interessenbekundungsverfahren vom 12. Juli

Informationen zum Interessenbekundungsverfahren

Infos zum Solidarischen Grundeinkommen aus dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses

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