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Berlin & Brandenburg Über Grünstreifen auf Karl-Marx-Allee wird noch entschieden

Aussicht vom Fernsehturm auf den Straußberger Platz und die Karl-Marx-Allee. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa/Archivbild

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Berlin (dpa/bb) - Der von der Verkehrsverwaltung angekündigte Grünstreifen auf der Karl-Marx-Allee wird vorerst noch nicht angelegt. Die Bauarbeiten dort gingen voran, aber nur so weit, dass auf dem Mittelstreifen noch alles möglich sei, teilte ein Sprecher am Montag mit. "Es gibt keine Vorfestlegungen, alle Optionen bleiben auf dem Tisch." Dazu zähle auch die für Parkplätze. Die Senatsvewaltung halte an den Plänen für den Grünstreifen fest, wolle sich vor einer endgültigen Entscheidung aber mit der Kulturverwaltung abstimmen, das passiere derzeit.

Die Kulturverwaltung soll beteiligt werden, weil die Gestaltung der Karl-Marx-Allee Auswirkungen auf eine mögliche Weltkulturerbe-Bewerbung Berlins haben könnte. Außerdem ist für den 10. Februar ein Bürgerdialog zu dem Thema geplant.

Ursprünglich hatte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) im Herbst angeordnet, auf dem Mittelstreifen der mehrspurigen Straße auf die Parkplätze zu verzichten und einen Grünstreifen anzulegen. Dagegen gab es auch senatsintern Protest. Bei einer Bürgerbeteiligung sechs Jahre zuvor hatte es den Wunsch nach Parkplätzen gegeben. Die Senatsverwaltung hatte argumentiert, die Rechtslage habe sich durch das neue Mobilitätsgesetz inzwischen geändert.

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