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Berlin & Brandenburg Umfrage zur Abgeordnetenhauswahl: Grüne vorn, SPD holt auf

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Seit 2018 liegen Berlins Grüne in Umfragen vorne. Doch gelaufen ist das Rennen um das Rote Rathaus noch lange nicht. Die SPD mit ihrer Strahlefrau Giffey bläst zur Aufholjagd.

Berlin (dpa/bb) - Sieben Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus bleiben die Grünen trotz Verlusten stärkste Kraft, die SPD mit ihre Spitzenkandidatin Franziska Giffey holt auf - und Rot-Rot-Grün hat weiter eine klare Mehrheit. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten neuen "BerlinTrend" hervor, einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag der rbb-"Abendschau" und der "Berliner Morgenpost".

Demnach kämen die Grünen mit Spitzenkandidatin Bettina Jarasch auf 23 Prozent, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre. Das bedeutet im Vergleich zum vorherigen "BerlinTrend" vor fünf Monaten ein Minus von 3 Prozentpunkten. Die SPD freut sich über einen Zuwachs von 3 Punkten auf 18 Prozent, die Linke mit ihrem Spitzenmann Klaus Lederer bleibt bei 15 Prozent. Macht zusammen für Rot-Rot-Grün 56 Prozent.

Die CDU mit Spitzenkandidat Kai Wegner liegt als zweitstärkste Kraft unverändert bei 22 Prozent. Die AfD verliert einen Prozentpunkt und kommt jetzt auf 9 Prozent. Die FDP schließlich verharrt bei 6 Prozent. Anders als bei der Umfrage im September hätte ein grün-schwarzes Bündnis keine Mehrheit, wohl aber neben Rot-Rot-Grün ein Dreierbündnis aus Grünen, CDU und FDP.

Sollten die Grünen am 26. September stärkste Kraft werden, könnte deren Spitzenkandidatin Jarasch Regierende Bürgermeisterin werden. Allerdings schneidet sie bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem politischen Personal schlecht ab: Nur 10 Prozent der Befragten zeigten sich in der Umfrage zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Wenig besser sieht es bei CDU-Landeschef Wegner aus: 13 Prozent sind mit ihm zufrieden oder sehr zufrieden.

SPD-Spitzenkandidatin Giffey - Bundesfamilienministerin und SPD-Landesvorsitzende - steht mit einem Zufriedenheitswert von 46 Prozent deutlich an erster Stelle der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten. Nur der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), der nicht noch einmal antritt, liegt mit 51 Prozent noch besser. Mit dem Linken Lederer, der Kultursenator ist, zeigen sich 32 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen verrät nach Angaben der "Berliner Morgenpost", dass der Schwenk weg von den Grünen und hin zur SPD nicht überall gleich ausgeprägt ist. Während sich demnach in den östlichen Bezirken im Vergleich zur September-Umfrage fast nichts bewegt hat, gab es Verschiebungen im Westteil. Hier legte die SPD um 5 Prozentpunkte auf 19 Prozent zu. Die Grünen gaben im Westen 6 Punkte ab und rutschten hier mit 24 Prozent knapp hinter die CDU, die im Westen jetzt mit 25 Prozent stärkste Kraft ist.

Für den repräsentativen Berlin Trend hat Infratest dimap zwischen dem 16. und 20. Februar 1007 wahlberechtigte Berliner am Telefon befragt.

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