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Berlin & Brandenburg Umstrittene Polizeiwache kostet bis zu 3,75 Millionen Euro

Dominique Freund (r), Polizist, spricht am Kottbusser Tor vor der geplanten neuen Polizeiwache.

(Foto: Christophe Gateau/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Die geplante umstrittene Polizeiwache am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg kann bis zu 3,75 Millionen Euro kosten. Zusätzlich zu den bisher veranschlagten 250.000 Euro seien nun weitere 3,5 Millionen Euro für die Einrichtung der Wache eingeplant, sagten Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh am Montag bei einem Besuch des künftigen Standortes. Das Kottbusser Tor mit seinen vielen Kneipen und Imbissen gilt auch als Ort mit Straßenkriminalität, Drogenhandel und einer teilweise polizeifeindlichen Szene.

Die Polizei soll im Januar 2023 im 1. Stock eines Hochhauses über der darunter liegenden Adalbertstraße mit der Arbeit beginnen. Eine Mieter-Vereinigung aus dem Hochhaus lehnte den Einzug der Polizei in das Gebäude ab. Spranger sagte, trotz intensiver Bemühungen und Suche habe sich kein anderer Ort finden lassen. Mit den Anwohnern werde seit Jahren diskutiert. "Wir haben schon sieben Jahre verloren." In dieser Zeit sei die Kriminalität weiter angestiegen.

Die 200 Quadratmeter großen Räume werden derzeit von Altlasten befreit, ab Juni soll der Ausbau für die Polizei beginnen. Teuer werden laut der Berliner Immobiliengesellschaft (BIM) vor allem Grundsanierung, Polizeitechnik und das Sicherheitsglas für die Fenster. Außerdem gebe es derzeit eine an sich schwierige Lage auf dem Baumarkt. "Sicherheit darf uns was kosten, Sicherheit muss uns was kosten", sagte Saleh. Die 3,75 Millionen Euro sollen einen Puffer für die Finanzierung enthalten.

Quelle: dpa

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