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Berlin & Brandenburg Umweltminister kündigt Systemwechsel beim Wasserhaushalt an

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen) bei einem Termin. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Potsdam (dpa/bb) - Angesichts des Klimawandels hat Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) einen grundlegend neuen Umgang mit dem Wasser in der Natur angekündigt. "Nachdem frühere Generationen bestrebt waren, Wasser aus Natur und Landschaft so schnell wie möglich abzuführen, den Flüssen den Raum zu nehmen und die natürlichen Überschwemmungsflächen zu verkleinern, geht es jetzt um einen Systemwechsel", sagte Vogel am Samstag auf dem Naturschutztag des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) in Potsdam.

Nach den vergangenen drei Dürrejahren habe sein Ministerium gemeinsam mit Kommunen und Verbänden ein "Landesniedrigwasserkonzept" erarbeitet, sagte Vogel. Mit einer intelligenten Wasserbewirtschaftung und einer wassersparenden Nutzung solle so viel wie möglich Grund- und Oberflächenwasser zurückgehalten werden. "Auch Waldumbau, die Revitalisierung von Mooren, der Schutz von Auen und wasserbauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz wie Deichrückverlegungen helfen, das Wasser in der Landschaft zu halten", sagte Vogel.

Daneben müssten Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel vorangetrieben werden, sagte der Minister. Dies sei neben der Senkung der Treibhausgas-Emissionen die zweite Säule einer vorsorgenden Klimapolitik. Dabei verwies Vogel auf die geplante Moorschutz-Richtlinie des Landes mit einem Volumen von 15,6 Millionen Euro bis zum Jahr 2026. "Intakte Moore binden große Mengen an Kohlenstoff, während entwässerte Moore heute noch große Kohlendioxidquellen sind, die häufig mehr als 30 Tonnen CO2- Äquivalente pro Hektar und Jahr ausstoßen", erläuterte er. "Wir wollen diese Emissionen deutlich absenken und die Moore wieder als natürliche Treibhausgas-Senken entwickeln."

© dpa-infocom, dpa:210918-99-265274/2

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