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Berlin & Brandenburg Untreue in Millionenhöhe? Prozess beginnt

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

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Berlin (dpa/bb) – Ein Prozess wegen Verdachts auf Untreue in zweistelliger Millionenhöhe hat am Berliner Landgericht begonnen. Angeklagt sind zwei 77- und 44-jährige Rechtsanwälte sowie eine 54-jährige Frau. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, Aktien aus dem Eigentum eines Bauunternehmers und Kunstsammlers an eine andere Gesellschaft verkauft, dann übertragen und anschließend auf den vereinbarten Kaufpreis verzichtet zu haben. Der wirtschaftliche Wert der Aktien habe mehr als 22 Millionen Euro betragen, heißt es in der am Dienstag zu Prozessbeginn verlesenen Anklage. 

Bei der Frau soll es sich um die ehemalige Lebensgefährtin des im September 2020 verstorbenen Berliner Kunstmäzens handeln. Mit dem mutmaßlichen Aktientransfer sollen die Angeklagten die Begünstigung der 54-Jährigen angestrebt haben. Laut Anklage sollen die Rechtsanwälte und die Frau als Geschäftsführer beziehungsweise faktische Geschäftsführer einer Gesellschaft das Bauunternehmers und Kunstsammlers agiert haben. Die mutmaßlich transferierten Aktien hätten im Eigentum dieses Unternehmens gestanden. 

Ob sich die Angeklagten noch am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zunächst offen. Verteidiger kündigen am Rande der Verhandlung Stellungnahmen an. 

© dpa-infocom, dpa:211026-99-741560/2

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