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Berlin & Brandenburg Urteil zu "Liebig 34" erwartet - Demo in Friedrichshain

Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einem Teilnehmer. Foto: Christoph Soeder/dpa

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Bis zu 300 Menschen haben am Dienstag für den Erhalt eines linksradikalen Wohnprojekts in der Liebigstraße in Berlin-Friedrichshain demonstriert. Sie zogen am frühen Abend durch die Straßen um den Boxhagener Platz. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 350 Einsatzkräften vor Ort. Zahlreiche Mannschaftswagen standen im Kiez verteilt. Nach bisherigem Kenntnisstand gab es 160 Festnahmen und Freiheitsbeschränkungen. Die Demonstranten setzten unter anderem Pyrotechnik und bengalische Feuer ein. Verletzt habe es keine gegeben, sagte ein Sprecher am frühen Mittwochmorgen. Die Situation beruhigte sich gegen 22.30 Uhr.

Der Besitzer des Hauses Liebigstraße 34 hatte den Bewohnerinnen vor einiger Zeit gekündigt. Weil sie nicht ausziehen wollen, klagte er auf Räumung. Heute Vormittag soll ein Gerichtsurteil dazu verkündet werden. Im Internet wurde ein weiterer Protest der Linksradikalen Szene parallel zu dem Urteil angekündigt.

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