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Berlin & Brandenburg Vandalismus-Schäden: BVG will härtere Strafen für Sprayer

Ein Mann steigt in Berlin in eine U-Bahn ein. Foto: Christoph Soeder/Archivbild

(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fordern nach zunehmenden Schäden durch Graffiti-Sprayer härtere Strafen für Vandalismus. "Wir haben inzwischen den Stand, dass jeder U-Bahn-Wagen statistisch gesehen jeden zweiten Monat beschmiert wird", sagte Vorstandschefin Sigrid Nikutta der "Berliner Morgenpost" (Sonntag). "Das ist nahezu unglaublich und hat es so noch nicht gegeben." Sie würde sich einen Sturm der Entrüstung in der Stadt und auch "echt härtere Strafen" wünschen, sagte Nikutta der Zeitung.

Nach Angaben des Unternehmens werden die Züge inzwischen nicht nur nachts auf Abstellgleisen, sondern auch während der Fahrt oder bei Stopps an Bahnhöfen besprüht. Die BVG gebe bisher mehr als vier Millionen Euro pro Jahr für die Beseitigung von Vandalismus-Schäden aus. Die außerplanmäßige Reinigung der Züge nach Sprüh-Attacken verschärfe darüber hinaus das Problem des Fahrzeugmangels.

Illegale Graffiti sind Sachbeschädigungen und nach Angaben der Bundespolizei eine Straftat. Auf Täter kämen neben den strafrechtlichen auch erhebliche zivilrechtliche Folgen zu. Die Regressforderungen, für die ein Sprayer bis zu 30 Jahre nach der Tat zur Kasse gebeten werden könne, lägen unter Umständen bei mehreren Tausend Euro. Zivilrechtlich kann auch auf Kinder und Teenager unter 14 Jahren Schadenersatz zukommen. Viele Sprayer werden allerdings nicht gefasst.

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