Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Vergewaltigung einer 18-Jährigen? Drei Männer vor Gericht

Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild

(Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Weil sie eine 18-Jährige betäubt und vergewaltigt haben sollen, stehen drei junge Männer vor dem Berliner Landgericht. Sechs Monate nach ihrer Festnahme haben die Angeklagten - zwei 19-Jährige und ein 30-Jähriger - zu Prozessbeginn am Donnerstag zunächst geschwiegen. Eine Verteidigerin kündigte allerdings an, dass sich ihr Mandant voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag am 31. März zu den Vorwürfen äußern werde. Die Anklage lautet auf gemeinschaftliche Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung sowie Beleidigung.

Die drei Angeklagten und das mutmaßliche Opfer sollen sich aus einer Kriseneinrichtung gekannt haben. Im September 2019 hätten die Männer der damals 18-Jährigen heimlich ein in Cola aufgelöstes Medikament verabreicht und sie dadurch wehrlos gemacht, so die Anklage. In einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg hätten sie die Frau nacheinander vergewaltigt. Anschließend hätten sie die inzwischen 19-Jährige bespuckt und beschimpft.

Die Frau sei einige Tage nach dem mutmaßlichen Übergriff zur Polizei gegangen und habe Anzeige erstattet, hieß es am Rande. Sie werde im Prozess voraussichtlich am Dienstag aussagen. Das Gericht habe ein Gutachten zur Frage ihrer Aussagetüchtigkeit in Auftrag gegeben. Für das Verfahren vor einer Jugendstrafkammer sind sieben weitere Tage bis zum 7. Mai vorgesehen.

Newsticker