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Berlin & Brandenburg Verhandlungen im Klinik-Tarifstreit

(Foto: Paul Zinken/dpa/Archivbild)

Berlin (dpa/bb) - Im Tarifstreit an den landeseigenen Berliner Krankenhäusern Charité und Vivantes soll es auch am Wochenende Verhandlungen geben. Ein Spitzengespräch zwischen Vertretern der Gewerkschaft Verdi und der Charité ist für diesen Samstag geplant, bestätigten beide Seiten. Dabei soll es um grobe Linien und einen möglichen Zeitplan für weitere Gespräche in der kommenden Woche gehen.

Bei den Vivantes-Tochtergesellschaften, zu denen unter anderem medizinische Versorgungszentren, Wäscherei und Speiseversorgung gehören, sind ebenfalls für Samstag Verhandlungen angesetzt. Deshalb soll der Streik dort am Wochenende ausgesetzt werden. Verdi verlangt die Anwendung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst auf alle Beschäftigten dieser Tochtergesellschaften. Für den Arbeitgeber wäre das mit erheblich höheren Personalkosten verbunden.

Der Mutterkonzern Vivantes habe dagegen erst für Dienstag und Mittwoch Sondierungstermine angeboten, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Eine Vivantes-Sprecherin bestätigte, der Klinikkonzern sei zu Verhandlungen bereit.

Krankenhausmitarbeiter von Charité und Vivantes sind seit Donnerstag vergangener Woche in einem unbefristeten Streik. Sie setzen sich für einen Entlastungstarifvertrag ein, der unter anderem die Personaldichte auf den Stationen erhöhen soll. Der Streik soll auch über das Wochenende an der Charité und an den Vivantes-Mutterhäusern fortgesetzt werden. Die Charité ist Deutschlands größte Uniklinik. Zu Vivantes gehören neun Berliner Krankenhäuser. Dort wurden wegen des Streiks unter anderem planbare Operationen verschoben. Eine Notfallversorgung ist gesichert.

© dpa-infocom, dpa:210918-99-264163/2

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